Implantate  (wenige Bilder)

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Die Implantologie ist ein sehr junges Fachgebiet in der modernen Zahnheilkunde. Trotzdem oder gerade deshalb läßt sich mit Hilfe von Implantaten bei vielen Patienten eine sonst aussichtslose Gebißsituation so versorgen, daß diese Menschen eine deutliche Steigerung Ihrer bisherigen Lebensqualität erfahren.
Unter Implantaten verstehen wir in der Zahnheilkunde „künstlich eingesetzte Zähne" auf die dann ganz normal ein herkömmlicher Zahnersatz aufgesetzt wird. Wir werden Ihnen hier zeigen, welche Möglichkeiten die moderne Implantologie heute bietet.









Übersicht







Ein Beispiel für auf dem Markt befindliche Implantatformen zeigen wir Ihnen hier. Das System des Intramobilen-Zylinderimplantats, kurz IMZ genannt, besteht aus einem Implantatkörper, der im Kieferknochen verankert wird, und Aufbauteilen, auf die dann der Zahnersatz aufgesetzt wird. Das Material unserer Implantate besteht aus Titan, einem Metall, daß sich in der gesamten Medizin seit Jahren mit einer ausgesprochen hohen Bioverträglichkeit bewährt hat.














Wie die meisten heute verwendeten Implantatsysteme ist auch das IMZ-System ein sogenanntes 2-phasiges System. Das bedeutet, daß in der ersten Phase das Implantat in den Kieferknochen implantiert wird und dann mindestens 4 Monate unbelastet einheilen muß. Erst nach dieser Zeit kann dann der neue Zahnersatz auf den künstlichen Zähnen angefertigt werden. Auf den folgenden Bildern werden wir Ihnen den Ablauf einer Implantatversorgung darstellen. Zum Schluß stellen wir Ihnen die Gebißsituationen vor, in denen sehr häufig eine implantatgetragene Versorgung sinnvoll ist.












Vorbereitung

Bevor mit einer Implantatversorgung begonnen werden kann bedarf es erst einmal einer genauen Planung. Voraussetzung für ein Implantat ist ein genügend hohes Knochenangebot und eine feste Schleimhaut, die breit genug ist, damit später der Durchtritt ordnungsgemäß geschaffen werden kann.









In dieser Planungsphase wird mit Hilfe einer Röntgenschablone die vorhandene Knochenhöhe vermessen. Anhand dieser Aufnahme und den klinischen Kieferverhältnissen werden dann die zu setzenden Implantate geplant



Genauso wichtig wie die Knochenhöhe ist, wie bereits angesprochen, die klinische Beschaffenheit des zukünftigen Implantatbettes. Die sogenannte „befestigte" Schleimhaut muß breit genug sein, damit später um das Implantat herum genügend feste Schleimhaut vorhanden ist, um am Implantat eine möglichst dichte Anlagerung zu erzielen.





Die Implantation

Setzen der Implantate





Beim Setzen der Implantate wird die Schleimhaut aufgeklappt, sodaß der darunterliegende Knochen sichtbar ist. An den geplanten Stellen wird dann mit immer größer werdenden Bohrern ein Implantatbett im Knochen hergestellt, in das dann das Implantat eingefügt wird. Anschließend wird die Schleimhaut über dem Implanat wieder vernäht.










Sie sehen hier eine Röntgenaufnahme mit vier im Unterkiefer gesetzten Implantaten. Der noch vorhandene Zahn wurde vier Monate später enfernt. Bis dahin gab er der alten Prothese noch Halt. Die so gesetzten Implantate müssen anschließend vier Monate unbelastet im Knochen einheilen, bevor dann ein neuer Zahnersatz auf den künstlichen Zähnen angefertigt werden kann. Der Eingriff des Setzens kann heute ganz normal ambulant in der Praxis durchgeführt werden. Die meisten unserer Patienten schildern diese Operation einschließlich der Nachwirkungen ähnlich wie das Entfernen eines Zahnes.
Vorhandener Zahnersatz kann nach etwa ein bis zwei Wochen wieder getragen werden bis dann nach Abschluß der Einheilungsphase der neue Ersatz angefertigt wird.



Freilegen der Implantate



Nach mindestens vier Monaten Einheilungsphase können die Implantate belastet werden. Unter örtlicher Betäubung wird die Schleimhaut über dem Implantaten mit einem kleinen Schnitt mit dem Skalpell durchtrennt und die künstlichen Zähne freigelegt. Es werden dann die Verbindungselemente eingeschraubt und diese dann verschlossen.




Abformung

Etwa zwei bis drei Tage nach dem Freilegen der Implantate kann der Abdruck für die Herstellung des neuen Zahnersatzes genommen werden. Dazu werden in die Verbindungselemente Abdruckpfosten eingeschraubt, die nach der Abdrucknahme wieder entfernt werden.





Zahnersatz


Die weiteren Arbeitsschritte sind sehr ähnlich denen, die bei normalem Zahnersatz auf Zähnen auch durchgeführt werden.  Auf Implantaten wird festzitzender oder kombinierter Ersatz angefertigt. Nach mehreren Anproben wird schließlich der neue Zahnersatz eingegliedert. Allerdings sind alle Anproben für den Implantatpatienten absolut schmerzlos, da alle Ersatzteile nur aufgeschaubt werden. Eine Empfindlichkeit, wie es bei normalen beschliffenen Zähnen meistens der Fall ist liegt hier nicht vor.





Pflege

Damit Sie auch lange an Ihrem neuen Ersatz Freude haben, müssen natürlich einige Regeln beachtet werden. Oberstes Gebot ist eine erstklassige Mundhygiene. Der Schwachpunkt eines jeden Implantates ist der Durchtritt durch die Schleimhaut. Hier darf den Mundhöhlenbakterien keine Chance gelassen werden. Die Durchtrittsstellen müssen vom Patienten absolut sauber gehalten werden. Dafür stehen Ihnen spezielle Zahnseiden und kleine Spezialzahnbürsten zur Verfügung. Mit diesen Hilfsmitteln kann der Problembereich frei von jeglichen Belägen gehalten werden. Weiterhin bedürfen Implantatpatienten einer engmaschigen Kontrolle durch uns Zahnärzte. Der Abstand zwischen den Terminen sollte drei Monate nicht überschreiten, und bei Problemen sollte man frühzeitig nachschauen lassen.




Beispiele


Wir stellen Ihnen hier die Mundsituationen vor, bei denen häufig eine Versorgung mit künstlichen Zähnen angezeigt ist. Ein solch typischer Befund ist ein flacher unbezahnter Kiefer, auf dem eine normale Prothese keinen Halt findet.



Fehlen ausschließlich in einer Kieferhälfte die letzten Zähne und sind sonst alle anderen Zähne vorhanden, so kann mit einer implantatgetragenen Brücke das Gebiß wieder vervollständigt werden, ohne eine Teilprothese anfertigen zu müssen.













Fehlt ein einzelner Zahn und die Nachbarzähne sind kariesfrei oder haben nur kleine Füllungen kann mit einer implantatgetragenen Einzelkrone eine normale Brücke, bei der die gesunden Nachbarzähne beschliffen werden müßten, vermieden werden.




Kosten
Leider bezuschussen die gesetzlichen Krankenkassen seit dem 1. Januar 1997 keine Implantatversorgungen mehr. Die Kosten für eine solche Behandlung müssen Sie als Patient der gesetzlichen Krankenkasse leider selbst bezahlen.



Fragen
Wenn Sie weitere Fragen haben schreiben Sie uns bitte info@johlitz.com

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