Prophylaxe
Was ist Prophylaxe
Ernährung
Zähneputzen
Putztechnik bei Rezessionen
Zahnseide
Kontrolluntersuchungen
Individualprophylaxe bei Kindern und Jugendlichen
Anfärben
Fissurenversiegelung
Speicheltests
Professionelle Zahreinigung
Kosten Fragen
Zurück zur Praxis
Prophylaxe heißt übersetzt Vorsorge. Man versteht darunter
alle Maßnahmen zur Gesunderhaltung des Gebisses. Wir zeigen Ihnen hier
welche Möglichkeiten der Gebißpflege Sie haben.
Warum ist Prophylaxe
notwendig? Unser Gebiß ist von der Natur so angelegt worden, daß
es bei einer natürlichen Ernährung und einer Lebenserwartung von
etwa 40 Jahren ohne besondere Pflege auskommt.
In unserer modernen
Wohlstandsgesellschaft wird unser Gebiß aber durch die tägliche
Nahrung ständigen Angriffen ausgesetzt. In sehr vielen Lebensmitteln
ist heute Zucker zu finden, der für einen kontinuierlichen Angriff auf
unsere Zähne sorgt. Andere moderne Ernährungsformen wie z. B.
Fast Food" tragen auch nicht gerade zur Zahngesundheit bei.
Auf der anderen
Seite steht dem eine immer noch steigende Lebenserwartung entgegen. Die Menschen
werden heute durchschnittlich bis achtzig Jahre alt. Die Zähne müssen
heute fast doppelt so lange halten, wie die Natur das eigentlich vorgesehen
hat.
Die wichtigste
Maßnahme ist das tägliche, mehrmalige Zähneputzen in der
richtigen Technik. Für viele Menschen ist das mittlerweile
selbstverständlich, aber es gibt immer noch viele Mitbürger, die
keine Zahnpflege betreiben. Mindestens morgens und abends sollten die Zähne
nach den Malzeiten 3 bis 5 Min. geputzt werden. Wenn es möglich
ist kann das auch mittags geschehen.
Wir zeigen Ihnen
hier die richtige Putztechnik für ein gesundes Gebiß. Setzen Sie
die Zahnbürste in einem Winkel von etwa 45° an die Grenze zwischen
Zahn und Zahnfleisch.
So angesetzt
machen Sie bitte mit der Zahnbürste kleine, kreisende Bewegungen, und
arbeiten Sie sich von Zahnzwischenraum zu Zahnzwischenraum durch jeden Kiefer
sowohl innen wie außen.
Zum Schluß
werden noch die Kauflächen ebenfalls mit kreisenden Bewegungen geputzt.
Benutzen Sie ruhig die Zahnpasta Ihrer eigenen Wahl. Die einzelnen Produkte
unterscheiden sich kaum. Für bestimmte Fälle gibt es jedoch einige
spezielle Zahncremes wie z. B. für empfindliche Zähne oder
entzündliches Zahnfleisch.
Wenn an einigen
Zähnen das Zahnfleisch schon zurückgegangen ist, empfehlen wir
Zahnärzte eine modifizierte Putztechnik.
Statt kreisender
Bewegungen sollte hier nur von rot" nach weiß", sprich
vom Zahnfleisch auf die Zahnfläche geputzt werden.
Sie sehen hier
die Hilfsmittel der persönlichen häuslichen Zahnreinigung.
Die Pflege mit
Zahnbürste und Zahnpasta haben wir Ihnen bereits vorgestellt.
Zusätzlich sollen Sie die Zahnzwischenräume ein- bis zweimal die
Woche mit Zahnseide gereingt werden.
oder Sie benutzen
die Spezialzahnseide Superfloss", die besonders für festsitzenden
Zahnersatz geeignet ist. | Zur Erfüllung der "Bonusregelung" und Patienten ohne eigene Zähne |
1 x pro Jahr |
| Guter Gebißzustand ohne entzündetes Zahnfleisch; wenig Füllungen |
2 x pro Jahr |
| Patienten mit vorhandenem Zahnersatz, oder / und vielen Füllungen |
3-4 x pro Jahr |
| Wenige stark gefährdete Gebisse | 6 x pro Jahr |
Bei diesen
regelmäßigen Kontrollen wird nätürlich der vorhandene
Zahnstein entfernt,
und das gesamte
Gebiß poliert.
Seit etwa drei
Jahren gibt es im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen für
Kinder und Jugendliche gewisse vorbeugende Maßnahmen zur Gesunderhaltung
der Zähne.
Dazu werden die
vorhandenen Beläge im Mund mit einem Farbstoff angefärbt und so
für die kleinen Patienten sichtbar gemacht. So werden sie dann gezielt
auf die Bereiche aufmerksam gemacht, die bes-ser gepflegt werden müssen.
Das Ergebnis des Anfärbens wird dokumentiert, um in späteren Sitzungen
eine Verbesserung der Putztechnik nachvollziehen zu können.
Neue bleibende
Seitenzähne könne sofort nach dem Durchbruch versiegelt werden.
Dazu wird die Kaufläche des Zahns mit einem Ätzgel angerauht und
anschließend mit einem lichthärtenden Kunststoff versiegelt.
Hier bekommt
der Zahn in den nächsten Jahren dann keine Karies mehr. Leider bezahlen
die gesetzlichen Krankenkassen die Versiegelung nur an den Zähnen sechs
und sieben. Die kleinen Seitenzähne vier und fünf lassen sich genauso
schützen. Wenn Sie eine solche Maßnahme wünschen, wird
Ihnen das privat berechnet.
Besonders bei
Kindern und Jugendlichen ist es wichtig, das persönliche Kariesrisiko
zu kennen, damit dann gezielt vorbeugend behandelt werden kann. Dazu stehen
uns verschieden Speicheltests zur Verfügung. Mit Hilfe dieser Tests
läßt sich das induviduelle Kariesriko sehr gut bestimmen, und
danach können gezielte Maßnahmen zur Prophylaxe geplant werden.
Auch die Untersuchungsintervalle richten sich dann nach den Ergebnissen der
Tests.