Herausnehmbarer Zahnersatz (wenige Bilder)

Modellgußprothese   Kombinierter Ersatz    Teleskopkrone    Geschiebekrone

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Wie der Name schon sagt kann diese Art von Zahnersatz zur Reinigung vom Patienten selbst aus dem Mund herausgenommen werden. Für die Anfertigung einer solchen Arbeit gibt es verschieden Indikationen. Wir zeigen Ihnen hier, wann diese Zahnersatzform angezeigt ist.



Modellgußprothese 

Sind in einem Kiefer mehrere Zahnlücken vorhanden, so kann diese Situaton mit einer solchen herausnehmbaren Prothese versorgt werden. Sie sehen hier das Gerüst einer Modellgußprothese. Mit Hilfe der Klammern wird der Ersatz an den Zähnen des Restgebisses befestigt. Eine solche Lösung ist erheblich billiger, als der Ersatz durch mehrere Brücken. Allerdings wird mit einer solchen Versorgungsform auch mehr "Ersatzteil" in die Mundhöhle eingegleidert, als Substanz durch die Zähne verloren gegangen ist. Durch die Klammern entstehen Nischen, in denen sich Speiesereste festsetzen können. Der Tragekomfort ist deutlich schlechter als bei festsitzendem Zahnersatz.





Sie sehen hier eine fertige Modellgußprothese auf dem Modell. Die fehlenden Zähne des Gebisses sind durch Prothesenzähne ersetzt. Gliedert man diese Teilprothese in den Mund ein, so wird dadurch die Kaufunktion des natürlichen Gebisses vollständig wiederhergestellt..



Hier ist die vorherige Teilprothese im Munde eingegliedert. Wir bemühen uns, den Ersatz so zu fertigen, daß die Halteklammern möglichst wenig zu sehen sind. Je nach Befund gelingt das jedoch nicht immer.









Die Pflege eines herausnehmbarenbaren Zahnersatzes findet grundsätzlich außerhalb der Mundhöhle statt. Dazu eignet sich am besten eine Zahnbürste mit Zahnpasta. Dabei ist darauf zu achten, daß alle Teile, einschließlich der Ecken, gründlich gereinigt werden. Alle auf dem Markt angebotenen Reiniger in Tablettenform, können eine solche mechanische Reinigung nicht ersetzen und sind somit überflüssig. Teilweise enthalten solche Reiniger sogar Bleichmittel, die auf Dauer die Kunststoffe der Prothesen angreifen.




Kombinierter Ersatz (festsitzend / herausnehmbar)

In manchen Gebißsituationen ist eine Teilprothese unumgänglich. Fehlen zum Beispiel im hinteren Seitenzahnbereich die eigenen Zähne, so kann hier keine Brücke mehr angefertigt werden. Die Befestigung einer solchen Teilprothese an den Restzähnen des Gebisses kann jedoch auch anders, als mit Klammern erfolgen. Besonders in Situationen wo die Zähne, die die Klammern tragen sollen, schon Füllungen oder Karies aufweisen ist es angezeigt, diese Zähne mit Kronen zu versehen, und diese als Halteelemente zu benutzen.









Teleskopkrone
Sie sehen hier eine Teilprothese, die mit Hilfe von zwei sogenannten „Teleskopkronen" befestigt ist. Dabei werden die inneren Kronen auf dem Zahnstumpf fest zementiert, während die äußeren Kronen, an denen die Prothese hängt, auf die Innenkronen aufgesetzt werden. Dadurch kommt es zu einem sehr festen Sitz der Prothese im Munde des Patienten.








Hier ist die Arbeit im Munde des Patienten eingesetzt. Teleskope bringen einen sehr festen Sitz und eine gute Statik, allerdings läßt die Ästhetik konstruktionsbedingt manchmal zu wünschen übrig. Im Einzelfall muß man dann entscheiden, für welche Art der Befestigung man sich entscheidet. Es gibt nämlich auch die Möglichkeit, eine Teilprothese an kosmetisch schönen Keramikkronen mit Hilfe von Geschieben, die wie ein Druckknopfsystem arbeiten, zu befestigen. Eine solche Arbeit sehen Sie auf den nächsten Bildern.







Geschiebekrone
Besonders im Frontzahnbereich eines Kiefers spielt das natürliche Aussehen des Zahnersatzes eine sehr wichtige Rolle. Zu erreichen ist das nur durch den Einsatz von Keramikverblendkronen, wie Sie sie schon beim festsitzenden Zahnersatz kennengelernt haben. An diesen Kronen ist im hinteren, nicht sichtbaren, Bereich ein kleines Geschiebe angesetzt, in das dann das Gegenstück in dem herausnehmbaren Prothesenteil einrastet.



Hier sehen Sie ein Modell des Verbindungselements. Der linke Teil (Matrize) wird in das Metall der Krone eingegossen, das rechte Gegenstück (Patrize) wird in der Teilprozhese befestigt.










Wird der herausnehmbare Teil nun im Munde eingesetzt, so bleiben die Verbindungselemente völlig unsichtbar. Nahtlos gliedert sich die Teilprothese an die festsitzenden Kronen an. Auch mit einer solchen Konstruktion wird wie bei den Teleskopkronen ein absolut fester Sitz der Zahnersatzes erreicht. Die Art der verwendeten Verbindungsteile muß von Fall zu Fall individuell entschieden werden. Allen Kombinationsarbeiten ist jedoch gemeinsam, daß sie sehr fest im Munde des Patienten sitzen und sich beim Essen kaum Speisereste unter den Teilersatz schieben.








Ablauf
Herausnehmbarer Zahnersatz fertigen wir innerhalb von etwa drei Wochen an. Dazu sind vier Termine notwendig.
Zu Beginn der Arbeit werden in die Klammerzähne Auflagen eingeschliffen bzw. bei Kombiniertem Ersatz die Pfeilerzähne präpariert. Anschließend wird ein Abdruck genommen auf dem dann im Zahntechnischen Labor der Ersatz angefertigt wird.


Nach etwa einer Woche werden die Kronengerüste anprobiert und die Bißlage bestimmt.



In der dritten Sitzung sind die Prothesenzähne in Wachs aufgestellt um noch Änderungen vornehmen zu können.



Etwa drei Wochen nach der ersten Sitzung wird die fertige Arbeit eingegliedert





Kosten
Die gesetzliche Krankenkasse bezahlt zur Zeit einen Zuschuß von 45% der Kosten ohne Metallanteil. War ein Patient in den letzten 5 Jahren mindestens einmal pro Jahr bei einem Zahnarzt zur Untersuchung, so erhöht sich der Kassenzuschuß auf 55%. Verblendungen (das heißt, daß die Kronen und Brückenglieder zahnfarbig aussehen) werden von der Kasse im Oberkiefer bis zum Zahn 5, im Unterkiefer bis zum Zahn 4 einschließlich (von der Mitte aus gezählt) bezuschußt. Verblendungen im hinteren Zahnbereich der Mundhöhle muß der Patient vollständig selbst bezahlen.



Fragen

Wenn Sie weitere Fragen haben schreiben Sie uns bitte info@johlitz.com

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